Verfasst von: zeitfragen | 6. Februar 2014

Wo ist unser Fahrplan?

Dass mein Artikel zu den Lunacek-Sondermenschenrechten nicht ganz ernst gemeint war, liegt auf der Hand: Menschenrechte werden nicht durch das EU-Parlament vergeben, sondern durch unsere menschliche Natur. Daher stimme ich Johannes Hartl: „Ich war gegen Lunacek, weil ich nicht für die Bevorzugung bestimmter Interessengruppen bin. Das bin ich auch nicht bezüglich der Christen, obwohl ich selbst einer bin. Die EU hat nicht den Auftrag, über das Maß der allgemeinen Menschenrechte hinaus, Einzelinteressen bestimmter Lobbys als „Menschenrechte“ zu deklarieren. Auch meine nicht.“ (J.H.)

Was mich am Lunacek-Bericht beeindruckte, war der Begriff „Fahrplan“. Dahinter steckt ein ausgeklügelter Plan, gegen den man in Einzelfragen kurzzeitig gewinnen kann (siehe Estrela), aber langfristig bleiben wir ohne Fahrplan am Bahnhof sitzen. Wo ist der gemeinsame Fahrplan, das Evangelium auf allen möglichen Wegen in die Gesellschaft einzubringen? Die EU mag gottlos sein, aber das liegt doch daran, dass wir Gott nicht dorthin bringen. Die kirchliche Laienkrise, die sich in Sakristeiflucht äußert – Stichwort: Frauenpriestertum, Verheiratete Priester, etc., produziert seit langem ein Vakuum an christlichen Politikern, Wirtschaftlern, Künstlern, Journalisten, etc. Ich wünsche mir von den Christen in Europa einen gemeinsamen Fahrplan, um Europa von allen totalitären Tendenzen in die Freiheit der Kinder Gottes zu führen. Ein erster Ansatz dazu, ist das siebenfache JA von „Miteinander für Europa„:

  • JA zum Leben in allen Phasen seiner Entwicklung: Von der Empfängnis bis zu seinem natürlichen Ende. Wir wollen Menschen in Krisen beistehen.
  • JA zu Ehe und Familie, damit Familie der Ort ist, an dem Kinder soziales Verhalten und Wertmaßstäbe für eine gerechte Gesellschaft lernen können.
  • JA zum Schutz von Umwelt und Natur. Wir wollen sie als Gabe von Gott für die kommenden Generationen erhalten.
  • JA zu eine, Leben mit den Armen. Wir unterstützen Initiativen, die Armen, Benachteiligten und Menschen, die am Rande stehen, ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft geben
  • JA zu einer Wirtschaft, die sich am Menschen und am Gemeinwohl orientiert. Wir ermutigen zu transparentem Handeln und fairen Beziehungen im eigenen Betrieb sowie zu Kunden, Lieferanten und Mitbewerbern.
  • JA zu Frieden und Ausgleich in der Gesellschaft. Wir tragen bei zum Lösen von Konflikten im Kleinen und im Großen und möchten mithelfen, dass in der Gesellschaft Strategien zur Lösung von Konflikten gelernt werden.
  • JA zu Kindern und Jugendliche und für ein gewaltfreies Miteinander an Schulen und in unseren Städten. Wir wollen aktiv und präventiv der wachsenden Gewaltbereitschaft entgegen wirken.

Ein Fahrplan müsste eine Stufe konkreter werden und diese allgemeinen Ziele in konkrete politischen Ziele auseinandernehmen. Und das wäre die wahre Aufgabe von christlichen Politikern. Nach einem parteienübergreifenden christlichen Fahrplan vorzugehen.


Responses

  1. Ja zur biologisch-intakten Ehe, denn im Gegensatz zu einem Kind in einer Vater-Mutter-Gruppierung, erleidet das in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung heranwachsende Kind eine gewisse Deprivationssituation, da ihm der enge Kontakt mit der Gegengeschlechtlichkeit verwehrt bleibt und somit eine Art Freiheitsentzug vorliegt.
    Hirnphysiologische Gegebenheiten weisen auf die Bedeutung gegengeschlechtlicher Erziehung und damit auf die Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit gegengeschlechtlicher Spiegelung für spätere Stressverarbeitung, Bindungsfähigkeit und emotionale Zwischenmenschlichkeit hin.
    Eine wesentliche neurophysiologische Basis für dieses wichtige Verhalten stellen die so genannten Spiegelneuronen dar, welche zur Grundausstattung des Gehirns gehören. Sie geben bereits dem Säugling die Fähigkeit mit einem Gegenüber Spiegelungen vorzunehmen und entsprechen so dem emotionalen Grundbedürfnis des Neugeborenen. Man geht davon aus, dass diese Spiegelneurone zwischen dem 3. und 4. Lebensjahr voll entwickelt sind. Dies ist nur dann der Fall, wenn die Fähigkeit zu spiegeln optimal und intensiv im familiären Bezugskreis (Mutter oder Vater) genutzt wird. Wie bei allen Nervenzellen im Entwicklungsstadium gegeben, gehen auch die Spiegelneuronen bei mangelnder Anregung zu Grunde (“Use it or lose it”).
    [siehe Kapitel „Kinder – Die Gefährdung ihrer normalen (Gehirn-) Entwicklung durch Gender Mainstreaming“ im Buch: „Vergewaltigung der menschlichen Identität. Über die Irrtümer der Gender-Ideologie, 4. erweiterte Auflage, Verlag Logos Editions, Ansbach, 2014]


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