Verfasst von: zeitfragen | 18. Mai 2016

Wenn die gute Hoffnung stirbt

Ich durfte über die Erfahrung der zwei stillen Geburten in unserer Familie einen Artikel im Pfarrblatt der Dompfarre St. Stephan schreiben. Das gesamte Pfarrblatt findet sie unter diesem Link.

Verfasst von: zeitfragen | 17. Mai 2016

Dancing Stars und das Fest der Jugend

Blogger gelten ja innerkirchlich als „verblödet“, auch sonst werden sie von Journalisten belächelt. Daher habe ich ganz demütig beschlossen, von Journalisten zu lernen, wie man gut und sinnvoll berichtet.

Für meinen Bericht über das Finale der „Dancing Stars“ auf ORF habe ich den ORF-Bericht über das „Fest der Jugend“ in Salzburg genommen und nur wenig umgeschrieben. Das hohe journalistische Niveau des folgenden Beitrags ist einfach durch die sorgfältige, ich würde sagen, knallharte Recherche, und die auf das Wesentliche fokussierte Darstellung zurückzuführen.

Hier der Link zum Original: http://salzburg.orf.at/m/news/stories/2774500/

Finale der Dancing-Stars: 20 tanzten

Dieses Wochenende nehmen – bereits zum 17. Mal – bis zu 20 Tänzer bei Dancing Stars am Wiener Küniglberg teil. Die Fernsehveranstaltung des ORF lockt Frauen und Männer aus mehr als zwei Ländern an.

Sie singen, tanzen und feiern gemeinsam beim Finale der Dancing Stars. Nach dem Öffnen der Tore strömen bereits die ersten Tänzer in den Dom. Das altehrwürdige ORF-Studio ist innen kaum wiederzuerkennen – man erblickt eine große Bühne, Leinwände, rote Teppiche und zwanzig Frauen und Männer, die im Ballroom sitzend, das Geschehen mitverfolgen.

Neuer Bundeskanzler Diskussionsthema

Bei den Vorbereitungen und der Organisation arbeiten unzählige Freiwillige mit, unter ihnen mehrheitlich junge Frauen, die auch ein aktuelles Thema beschäftigt: Sie alle kennen bereits die Überlegungen der SPÖ, Christina Kern als Kanzler zuzulassen.

„Ich finde das schon cool, denn irgendwie ist das ja sozialistisch. Im Parteiprogamm gibt es Beispiele von ÖBB-Chefs als Bundeskanzler. So gesehen macht das Sinn und ist auch berechtigt“, sagt dazu etwa Gerhard Zeiler, österreichischer Medienmanager aus Wien.

Differenzierter sieht das Sonja Wehsely, Stadträtin aus Wien. „Ich glaube, es muss nicht notwendig sein, dass ein ÖBB-Chef so ein Amt übernimmt. Aber wenn es die Partei so entscheidet, bin ich auch ganz glücklich damit. Spontan gefragt bin ich mir allerdings nicht sicher, ob ich persönlich das will, sagt Wehsely.

Erwägung von Christian Kern

Das Bild einer alten und verstaubten Partei könnte durch die Erwägung von Christian Kern, wie hier beim Finale der Dancing Stars, gehörig ins Wanken geraten. Das sei auch der offiziellen Bundespartei klar, räumt der Generalsekretär der SPÖ, Gerhard Schmid, ein.

„Ich glaube nicht, dass man über etwas nachdenken muss, was derzeit nicht zur Diskussion steht. Und wenn man über etwas nachdenkt, so braucht man nicht darüber reden, ob das gut oder schlecht ist“, sagt Schmid.

Sendung dauert noch bis Montagmittag

Der ORF selbst steht der SPÖ-Idee offen gegenüber und zeigt – wie immer – Rot Treue und Loyalität. „Was dieser Christian Kern in den vergangenen Jahren an mutigen Schritten gegangen ist, das ist schon sehr erstaunlich und begrüßenswert. Und wir gehen mit ihm mit. Ich glaube, es kann eine totale Motivation sein, vor allem für die ÖBB“, sagt der Initiator der „Dancing Stars“ Alexander Wrabetz. Die Sendung am Küniglberg dauert noch bis Montagmittag.

Verfasst von: zeitfragen | 13. Mai 2016

Livestream „Fest der Jugend“

Unter https://www.youtube.com/watch?v=L_cM1uo9nuA
kann ab jetzt das „Fest der Jugend“ live mitverfolgt werden.

Verfasst von: zeitfragen | 26. Oktober 2015

Friedenspreis

Navid Kermani zeigt in seiner Friedensrede einen sehr scharfsinnigen und guten Überblick über viele Fragen, die angesichts des Islamismus aufgeworfen sind. Differenziert. Klar. Wortgewandt.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/2517542/Friedenspreis-Kermanis-bewegende-Rede#/beitrag/video/2517542/Friedenspreis-Kermanis-bewegende-Rede

Verfasst von: zeitfragen | 15. Juli 2015

Wie Statistik drei Mythen über Scheidungen entlarvt

Die Statistik Austria legte die Zahlen rund um Ehescheidungen für das Jahr 2014 in Österreich vor und entlarvt zwischen den Zahlen drei Mythen:

Mythos 1: „Früher lebten die Leute kürzer, deshalb war die Scheidungsrate geringer.“

Die Statistik zeigt: Die Hälfte der Ehen wurden bereits innerhalb von zehn Jahren geschieden, der Durchschnit liegt sogar bei 10,7 Jahren. Berücksichtigt man das wesentlich frühere Heiratsalter damals, ginge sich eine Scheidung nach zehn Jahren locker mit einem Alter jünger als 30 aus. Also noch unter dem heutigen durchschnittlichen Heiratsalter.

Mythos 2: „Kinder zerstören die Ehe.“

Fast 40% der geschiedenen Ehen blieb kinderlos. Der Kinderdurchschnitt liegt mit 1,14 deutlich unter dem Schnitt der Kinder pro Frau von ca. 1,4 in Österreich. „Offenheit für Kinder“ ist sicher ein ehe-stabilisierender Faktor, auch wenn keine 100%ige-Garantie: 10% aller geschiedenen Paare hat drei oder mehr Kinder (1655 Paare)

Mythos 3: „Man sollte nicht zu früh heiraten.“

Die Scheidungszahlen bestätigen das nicht. Denn dann müsste diese ja sinken, da das durchschnittliche Heiratsalter immer mehr ansteigt. Die Alltagserfahrung sagt etwas anderes: Je länger ich ungebunden bin, umso schwieriger fällt mir später die Umstellung. In der Ehe geht es darum, nicht mehr um sich zu kreisen. Je jünger ich das einlernen, umso leichter wird es mir fallen. Oder ich muss es eben selbst mühsam erlernen und meine Ehe retten.

Papst Franziskus weist mit der kirchlichen Lehre einen anderen Weg: Jesus verspricht uns, dass gerade aus unseren Unzulänglichkeiten seine Gnade aufleuchtet. Daher kann der Papst über die Familie sagen: „Und der beste der Weine kommt, wenn auch alle Prognosen und Statistiken das Gegenteil behaupten.“ Das Beste kommt noch – und bis dahin versuchen wir zu tun, was Er uns sagt!

Verfasst von: zeitfragen | 22. Juni 2015

Anti-Katholisch

Ist das antisemitisch? „Was im tiefjüdischen Israel möglich ist, muss im weit weniger jüdischen Österreich erst recht möglich sein.“

Ist das antikatholisch?: „Was im tiefkatholischen Irland möglich ist, muss im weit weniger katholischen Österreich erst recht möglich sein.“ Quelle

Wer nimmt Wetten an, wie lange es noch dauert, bis Katholiken, die die katholische Lehre vertreten, dafür ins Gefängnis gehen müssen, weil sie „Hassprediger“ seien…

Verfasst von: zeitfragen | 18. Juni 2015

Was kommt nach „Laudato si“?

Exklusiv kann durch eine vatikanische Indiskretion die mögliche Liste der nächsten Enzykliken von Papst Franziskus vorgestellt werden. Der singende Titel „Laudato si“ gibt dazu die Initialzündung:

Die Liste der möglichen Enzyklikenthemen und ihre musikalischen Titel

  • Über die Tauferneuerung für Päpste: „Ins Wasser fällt ein Stein“
  • Über Einsparungsmaßnahmen bei der Straßenbeleuchtung und versteckte Drogenkriminalität: „Ich zieh meine dunkle Straße“
  • Über ein Wald und Wiesenthema: „Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer“
  • Über den ersten Schöpfungstag: „Du bist das Licht der Welt“
  • Über das Aussterben der letzten „Geist des Konzils“-Anbeter: „Die Sache Jesu braucht Begeisterte“
  • Über EZA-Märkte in Mitteleuropa: „Kumbaya, my lord!“
  • Ode an die Freude: „Oh happy day“
  • Über Argentinien – „Don’t cry for me, Argentina!“

Solange diese aber noch nicht erschienen sind, lohnt es sich, die Enzyklika herunterzuladen und auf den Kindle zu spielen.

Verfasst von: zeitfragen | 26. Mai 2015

„Ehe für alle“ diskriminiert

Unter dem Schlagwort „Ehe für alle “ tauchen die bekannten Forderungen nach den gleichen Rechten (aber weniger den gleichen Pflichten) für andere Beziehungsformenen auf. Natürlich nur zwischen  Erwachsenen. Würde ja niemand, schon gar nicht Grüne, auf die Idee kommen, auch Kinder bei „Ehe für alle“ mitzumeinen. Oder Tiere. Also Ehe für alle Erwachsenen.
Und natürlich nur für die, die sich romantisch lieben. Also so eine arrangierte Ehe geht ja auch nicht. Daher: „Ehe für alle romantisch verliebten Erwachsenen“. Denn wenn die Gefühle weg sind, dann auch die Ehe. Und dann Ehescheidung für alle – also auch für die Unverheirateten. Wäre sonst diskriminierend oder so.
Schließlich meint man mit „Ehe für alle“ die Öffnung für zwei Männer – also eigentlich das Ausschließen des Weiblichen. Oder die Öffnung für zwei Frauen, also das Ausschließen des Männlichen. Aber wir nennen nur die Öffnung, dass klingt toleranter. Aber Einschränkung: natürlich nicht für drei. Oder vier. Oder viele. Oder für einen Mann mit mehreren Frauen. Oder eine Frau mit mehren Männern. Oder mehrere Frauen mit mehreren Männern. Oder auch alleine – also auch nicht für Egozentriker, die unter sich bleiben wollen und sich selbst die Nächsten sind. (Die letzteren haben im Leben eine Scheidungsrate von 0%, dafür scheiden alle im Tod dahin.)
Also wieder nicht „für alle“.
Womit bewiesen wäre: „Ehe für alle“ zu sagen, ist irreführend und heißt eigentlich -„Ehe nur für zwei romantisch verliebte Erwachsenen.“ Wie spießig und diskriminierend!

Verfasst von: zeitfragen | 15. Mai 2015

Erziehungsfähigkeit und Sexualerziehung

Wir brauchen die sexuelle Stimulierung der Schüler, um die sozialistische Umstrukturierung der Gesellschaft durchzuführen …Kinder, die sexuell stimuliert werden, sind nicht mehr erziehungsfähig, die Zerstörung der Scham bewirkt die Enthemmung auf allen anderen Gebieten, eine Brutalität und Missachtung der Persönlichkeit der Mitmenschen.“ (Zit. nach FAZ, 30.01.2014)

Verfasst von: zeitfragen | 14. Mai 2015

Denken durch Leben ändern

Der Mensch kann nicht gegen sein Leben denken. Nicht sehr lange, nicht von Dauer. Wer also sein Denken ändern will, kann nur sein Leben ändern, um neu zu denken. Diese Einsicht ist der sophistische Punkt, an dem die Vernunft ihre Niederlage in der heutigen Zeit eingestehen muss.

Verfasst von: zeitfragen | 5. Mai 2015

Build your kingdom here

Zurück von der Lifeteen Training Conference nehme ich mir aus dem Lobpreis ein Lied von Rend Collective Experiment mit „Build your kingdom here“. Besonders folgende Zeilen sprechen mir gerade aus dem Herzen!

Reign in our hearts again!

Unveil why we’re made!

Come set our hearts ablaze with hope!

Holy Spirit come invade us now

Build Your kingdom here
Let the darkness fear
Show Your mighty hand
Heal our streets and land
Set Your church on fire
Win this nation back!

We are your Church, we are the hope on earth!

Verfasst von: zeitfragen | 23. April 2015

Der heilige Boden des Lehrers

Mein Blogger- und Lehrerkollege David hat ein wunderbares Zitat in seinem lesenswerten Blog gebracht:

Weil „Lehrer zu sein ein heiliges Privileg und eine großartige Verantwortung ist, die der ursprünglichen Berufung eines Menschen wohl am nächsten kommt“, wie Thomas Moore es in seinem Buch „Educating for Life“ beschreibt. „Ein Pädagoge zu sein“, so schreibt er weiter, „bedeutet, sich auf heiligem Boden zu befinden – auf dem Boden des Lebens von jungen Menschen.“ (Quelle: http://diepresse.com/home/blogs/lernvollzugsanstalt/4714192/Wer-heute-noch-Lehrer-wird-hat-nicht-mehr-alle-Tassen-im-Schrank)

Eine Parallele zu Thomas Moore, abgesehen von Ex 3, ist eine Stelle aus Evangelii Gaudium:

„169. In einer Zivilisation, die an der Anonymität leidet und paradoxerweise zugleich, schamlos krank an einer ungesunden Neugier, darauf versessen ist, Details aus dem Leben der anderen zu erfahren, braucht die Kirche den Blick der Nähe, um den anderen anzuschauen, gerührt zu werden und vor ihm Halt zu machen, so oft es nötig ist. In dieser Welt können die geweihten Diener und die übrigen in der Seelsorge Tätigen den Wohlgeruch der Nähe und Gegenwart Jesu und seines persönlichen Blicks wahrnehmbar machen. Die Kirche wird ihre Glieder – Priester, Ordensleute und Laien – in diese „Kunst der Begleitung” einführen müssen, damit alle stets lernen, vor dem heiligen Boden des anderen sich die Sandalen von den Füßen zu streifen (vgl. Ex 3,5). Wir müssen unserem Wandel den heilsamen Rhythmus der Zuwendung geben, mit einem achtungsvollen Blick voll des Mitleids, der aber zugleich heilt, befreit und zum Reifen im christlichen Leben ermuntert.“ (Quelle: http://w2.vatican.va/content/francesco/de/apost_exhortations/documents/papa-francesco_esortazione-ap_20131124_evangelii-gaudium.html)

Verfasst von: zeitfragen | 6. April 2015

Geschichtslosigkeit

Je länger ich lebe, umso deutlicher wird mir meine Verbindung weit in die Vergangenheit hinein genauso auch wie meine Aufgabe, aus dem Geschichtsstrom zu verstärken und zu filtern, was in die Zukunft fließen soll.
Ein Gespräch mit einem orthodoxen Geistlichen klingt für mich noch nach, in dem wir fest stellten, dass gerade die Geschichtsvergessenheit zu Fehlformen der menschlichen Lebensführung führt.
Ganz besonders muss ich an die 68er denken: diese schneiden sich aus Protest von der Vergangenheit ihrer Eltern – und somit all ihrer Vorfahren – ab und zugleich von ihrer Zukunft – Stichwort Abtreibung und Verhütumgsmentalität.
Es braucht also eine Neubesinnung auf Herkunft und Zukunft, um wirklich in der Geschichte verantwortungsvoll zu leben.

Verfasst von: zeitfragen | 7. Februar 2015

Ein schlagendes Argument?

Eigenartig. Diejenigen, die Papst Franziskus dafür loben, dass er Zwischenstufen in der Sexualmoral positiv würdigt, sind jetzt empört, dass er in der Kindererziehung einen Vater lobt, der eine wichtige Zwischenstufe in der Erziehung erreicht hat: die Anerkennung der Würde des Kindes.

Während in Österreich das Thema Homosexualität nur emotional aufgeladen und im Modus der Empörung geführt werden kann, sei es homophob entrüstet oder gendertheoretisierend fassungslos über Homophobie, zeigt folgender Brief auf, worum es geht: Um das genaue Zuhören – nicht nur den Gefühlen und Wünschen der Erwachsenen gegenüber. Es betont das Kindeswohl, das Recht der Kinder auf die eigenen Eltern.

Die Autorin liebt ihre Mutter und die Partnerinnen der Mutter. Aber sie vermisst ihren Vater.

If it is undisputed social science that children suffer greatly when they are abandoned by their biological parents, when their parents divorce, when one parent dies, or when they are donor-conceived, then how can it be possible that they are miraculously turning out “even better!” when raised in same-sex-headed households? Every child raised by “two moms” or “two dads” came to that household via one of those four traumatic methods.

Und der Brief endet mit der wichtigen Feststellung (in meiner Übersetzung): „Es geht nicht darum, gegen jemanden zu sein. Es geht darum, für jemanden zu sein. Ich bin für Kinder! Ich will, dass alle Kinder die Liebe ihres Vater und ihrer Mutter bekommen.“

Hier der gesamte Text: http://www.thepublicdiscourse.com/2015/02/14370/

Verfasst von: zeitfragen | 10. Januar 2015

Was ist der Islam?

Die Frage ist ernst gemeint als für mich offene Frage. Ich habe keine Antwort und bin ratlos. Seit dem ISIS-Sommer konnte ich einem Schüler auf seine Frage, was ich vom Islam halte, nur mit der Gegenfrage antworten: „Was ist der Islam? Ich weiß das nämlich nicht.“ Was mich ratlos sein lässt: Es ist ein Nichtwissen, aus dem ich nicht herauskomme. Der Umgang mit den Anschlägen in Paris führen dazu, dass ich mir meiner Ratlosigkeit noch gewisser geworden bin.

Einerseits gibt es die Muslime, die davon reden, dass Jihad in der Schule fleißig zu sein, bedeutet. Die die Anschläge verurteilen und sagen „Nicht mit uns“. Da gibt es die islamische Philosophie, wie Averroes oder Avicenna, mit ihrem Einfluss auf die Philosophie des europäischen Mittelalters. Das friedliche Zusammenleben in Spanien oder auch in Mossul für Jahrhunderte.

Andererseits gibt es Strömungen im Islam, die eindeutig für ein weltweites Sharia-Recht eintreten, das durch den Jihad erkämpft wird. Muslime, die solche Anschläge wie diese verüben und dabei auch Muslime wie den Polizisten töten. Die Philosophie ablehnen, wie die Werke von Averroes („Von der islamischen Orthodoxie werden seine Werke bis heute strikt abgelehnt.“) . Die das friedliche Zusammenleben auflösen, zum Teil gegen den Widerstand anderer Muslime. Ein Bericht aus Mossul: Der eine Muslim malt das Nun-Zeichen auf die Haustür, der andere schenkt dem christlichen Nachbarn das Auto, damit sie vor dem sicheren Tod entfliehen können. Welcher hat sich nun als wahrer Muslim erwiesen?

Jetzt wäre es einfach, auf christliche Attentäter wie Breivik zu verweisen. Warum ist es in diesem Fall sonnenklar, dass seine bösen Taten nichts über das Christentum, sondern vielmehr über ihn selbst aussagen? Weil die biblische Botschaft und die kirchliche Lehre seine Taten verurteilen. Aber die Kreuzzüge! Das Argument kann ich auch nicht gelten lassen. Auf 500 Jahre muslimische Aggression zu reagieren ist nicht ganz unverständlich. Dass Papst Johannes Paul sich dafür entschuldigt hat, zeigt, dass die biblische Botschaft und die kirchliche Lehre eindeutig ist, was Gewalt gegen Andersgläubige betrifft. Die Verfehlungen einzelner werden von Bibel und Lehramt verurteilt.

Wie steht es nun mit Bibel und Lehramt im Islam? Bezüglich des Lehramts gibt es keine Einheit im Islam, kein islamisches Konzil, das eine Grundeinheit wie im Christentum geschaffen hätte. Selbst die oberflächliche Einteilung in Sunniten und Schitten übersieht, dass beide noch einmal tief gespalten sind und kulturell gefärbt sind: die ägyptischen und die indonesischen Sunniten trennen beispielsweise Welten. Dazu kommt, dass es islamische Theologie im christlichen Sinn nicht gibt, sondern eine Reduktion der Theologie auf das Kirchenrecht – bei den Sunniten stärker als bei den Schiiten. Der Islam kennt den Charakter einer personalen Begegnung nicht: „Freundschaft mit Mohammed“ würde auf Unverständnis stoßen, denn die Verbindung von Gott und Liebe wird für eine Beleidigung Gottes gehalten. Liebe sei ein Zeichen von Schwäche und widerspreche der Größe Gottes – wenn dieser Satz auch schon wider deutlich über rechtliche Überlegungen hinausgeht. Letzter Maßstab ist der unhinterfragbare Wille Gottes, wie er sich im Koran ausdrücke, da wir Christen ja den Koran, den Christus predigte, als Bibel verfälscht hätten.

Bleibt also der Koran. Um dieses Buch zu beurteilen, braucht es zunächst eine Selbstrechenschaft, was das für ein Buch ist. Ist das Gottes Wort, wie Mohammed behauptet? (Dieselbe Frage, die C.S. Lewis in Bezug auf den Anspruch Jesu stellt.) Darauf gibt es logisch gesehen nur drei Antwortmöglichkeiten, die einer „Mohammed war ein wichtiger Mann“-Logik entgegensteht.

1) Es ist Gottes Wort.

2) Es ist ein Irrtum Mohammeds.

3) Es ist ein Betrug Mohammeds.

Da ich den biblischen Gott kenne, schließe ich 1) aus: Der Koran ist keine vom Heiligen Geist, dessen Göttlichkeit der Islam bekanntlich ablehnt, inspirierte Schrift. Da ich Mohammed nicht 3) unterstellen möchte und seine Epilepsien religiös aufgeladen worden sein könnten, tendiere ich zu 2). Der Koran ist somit eine von Mohammed verfasste Schrift im Glauben, sie sei von Gott. Daher wäre eine Exegese – und nicht nur eine Rechtsprechung im Umgang mit dem Koran notwendig, wie von Papst Benedikt in Regensburg scharfsichtig eingefordert.

Jetzt gibt es keine Exegese, keinen Katechismus, der den Koran verbindlich auslegt. Nicht einmal eine glaubwürdige Fassung, denn der Ur-Koran ist bei Allah zu Hause – das Mohammed geoffenbarte ist nur eine altarabische Kopie. Was daher im Umgang mit dem Koran auffällt: Jede Übersetzung steht unter Verfälschungsverdacht. Kein Wunder, wenn Worte wie Jihad von „in der Schule fleißig sein“ bis „Ungläubige systematisch töten“ heißen kann. Eine deutsche Übersetzung des Korans einzufordern, halte ich daher für eine der klügsten politischen Forderungen seit langem.

Es bleibt also nur selbst den Koran zu lesen. Das führt dazu, dass Kabarettisten in Deutschland und der Schweiz zu Islamkritikern werden. Unvermittelt 1400 Jahre alte Sätze zu lesen, ist fremd und verstörend. Da stehen Sätze wie die Achtung aller Religionen neben Aufrufen, Angehörige anderer Religionen zu töten, wenn sie sich nicht unterwerfen – so als der Verfasser nicht ganz genau weiß, was er da vor sich hinfaselt. Viele Suren hinterlassen bei mir völlige Ratlosigkeit, weil es unverständlich und wirr ist. Ein großer Theologe war Mohammed nicht, aber offensichtlich ein kluger Machtpolitiker, wie sein militärischer Erfolg zeigt. Für die Frage, was der Koran sagt, trägt das alles aber nichts bei: Selbst wer den Koran liest, weiß am Ende nicht, was er eigentlich lehrt.

Was also tun? Diese innerislamischen Widersprüche zwischen dem friedliebenden Sufi und dem mordenden Terroristen bleiben. Zu beteuern, dass sei nicht der Islam oder das seien nur Einzeltäter, hilft nicht weiter. Es sind zwei Phänomene, die unter derselben Flagge segeln (Exkommunikation bzw. die Autorität, diese auszusprechen, scheint es im Islam nicht zu geben.)

Viel schlimmer noch, dass islamische Konzept des Taqqiya bringt weitere Verwirrung mit sich: Gibt es so etwas, wie eine Strategie hinter der Islamisierung oder diese Annahme Islamophobie? Die Schwierigkeit dieses Vorwurfs besteht für mich darin, dass der Angeklagte sich nicht mehr verteidigen kann: Bestreitet er, dass er eigentlich alle vernichten möchte, aber das aus taktischen Gründen nichts sagt, bleibt der Verdacht aufrecht, dass er uns nur noch nicht bekämpft, weil wir noch in Stufe 1 sind. In dieser Stufe helfen Proteste (wie PEGIDA oder die FPÖ-Hetze) dem Islam, sich als zu Opfer zu inszenieren, das somit Privilegien und besonderen Schutz einfordern kann. Islamisten und Islamkritiker schaukeln sich gegenseitig hoch, die Beschwichtigungsversuche der intellektuellen Elite (die mir nur die Frage beantworten müsste, in welchem islamischen Land sie gerne leben würde – ich kenne keines) zeigt mir, dass sie das Offensichtliche nicht sehen, weil es ihr kuscheliges, tolerantes Weltbild ins Wanken bringen würde: Of COURSE most Muslims are peaceful. But if someone’s killed for what they drew or said or wrote, you KNOW the religion of the killers.

Bleibt wirklich nur die Alternative, vor den Ängstllichen und ihrem latenten Gewaltpotential aus geschichtlicher Verantwortung zu warnen und das Licht von Kathedralen abzudrehen? Oder bei den Märschen mitzugehen, die eine legitime Form der Demonstrationsfreiheit sind, um auszudrücken, dass der Islam als Ganzes eine bedrohliche Richtung eingeschlagen hat – ebenfalls aus geschichtlicher Verantwortung? Ganz ehrlich, ich kann weder etwas mit den besorgten PEGIDA-Märschen noch mit den hysterischen Verurteilern anfangen, dazu bin ich viel zu sehr revolutionsunfähiger Österreicher. Ich frage mich nur, warum das Evangelium nicht verkündet wird: Dass Mohammed uns nicht retten wird. Dass Christus am Ende siegen wird. Dass nur er der Weg, die Wahrheit und das Leben ist. Selbst wenn wir dafür mit dem Tod bezahlen müssen. Und vor allem, dass wir uns nicht fürchten müssen: Wenn wir bereit sind, alles für Christus aufzugeben, auch unsere bürgerliche Sicherheit (Häuser, Äcker, Felder,…), werden wir alles von Christus hundertfach zurückerhalten. Der Islam erinnert mich daran, dass ich mein Christentum ernster nehmen sollte. Und mehr lieben sollte – damit alle Moslems zu Christus finden! Vor allem aber: Dass Christus selbst der Herr der Geschichte ist.

Verfasst von: zeitfragen | 30. Dezember 2014

Jahresheilige für 2015 ziehen

Seit ich für meine medizinethische Diplomarbeit die hl. Ärzte Kosmas und Damian gezogen hatte, habe ich jedes Jahr einen Jahresheiligen gezogen. Ich kann daher mit gutem Gewissen sagen, dass ich auf diese Weise schon einige Freunde im Himmel gewonnen habe, im letzten Jahr die sel. Elisabeth von Dijon, deren Dreifaltigkeitsgebet mich in diesem jahr begleitet hat.

Daher habe ich meine Jahresheiligendatei nun öffentlich zugänglich gemacht und auf jakobsleiter.or.at veröffentlicht: Einleitungstext lesen, dann auf „ZIEHEN“ drücken und schon erscheint mit Zufallsgenerator eine Heilige oder ein Heiliger, der dich im neuen Jahr begleiten wird.

http://www.jakobsleiter.or.at/jahresheiliger2015/

Verfasst von: zeitfragen | 30. Dezember 2014

Statistischer Rückblick für diesen Blog

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für dieses Blog erstellt.

Die zwei Top-Beiträge waren:

Platz 1: Brief an meinen toten Sohn

Platz 2: Der Mutige…

Hier ist ein Auszug:

Die Konzerthalle im Sydney Opernhaus fasst 2.700 Personen. Dieses Blog wurde in 2014 etwa 13.000 mal besucht. Wenn es ein Konzert im Sydney Opernhaus wäre, würde es etwa 5 ausverkaufte Aufführungen benötigen um so viele Besucher zu haben, wie dieses Blog.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

Verfasst von: zeitfragen | 27. Dezember 2014

Plan C: Ausflug in die Wirklichkeit

Das Duo „Plan C“ besteht aus dem Ehepaar Simone und Olaf Müller. Lieder in unterschiedlichen Stilen, mit christlichem Hintergrund, besingen das Scheitern des Plans A und auch des Plans B. Was wirklich Bestand hat und in festgefahrenen Situationen einen Ausweg weist, ist der Plan Christi, der Plan C.

Da ich die Sängerin persönlich kenne, kann ich diese CD noch mehr empfehlen. Einfach einmal hinein hören:

Hier der Link zur Homepage: http://plan-c.audio/

Verfasst von: zeitfragen | 24. Dezember 2014

Kranke Kurie bringt mutigen Papst um

Gut, dass Papst Franziskus, diese von Gott geschickte Leitungsperson, alles so toll und richtig macht! (1) Ich habe mir so etwas auch schon gedacht, dass so eine Ansprache notwendig ist. (2)  Wenn der Papst so mutige Worte findet, wer weiß, wie lange der noch lebt – die Kurie ist ja zu allem in der Lage. (3) Wobei im Grunde sind die mir im Vatikan ja egal, ich mache, was ich will. (4) Das muss ja nicht unbedingt mit der Lehre der KIrche übereinstimmen, aber wehe, jemand spricht mir mein Katholischsein ab! Aber vor meinen Freunden brauche ich doch nicht über den Glauben zu reden, (5) denn ich mache ja in meiner Freizeit eh genug für die Kirche. (6) wir müssten einfach noch mehr machen, aber wer außer mir könnte das so gut wie ich machen? Wenn man nicht alles selbst macht, ist man ja aufgeschmissen – und es gibt immer weniger Mitarbeiter – allein beim Pfarrflohmarkt. (7) Dabei ist es eine Ehre, bei uns mitarbeiten zu dürfen, das kann nicht jeder. (8) Aber wenn ich da nach Rom schaue, da kann man ja nur depressiv werden und traurig.(9) Ich meine, wenn sich die in Rom endlich ändern würde, dann wäre alles anders. Die müssten das ja nur so machen, wie wir, weil wir haben das immer schon so gemacht und gut ist es.(10) Wenn ich mir vorstelle, ich wäre einer der Kardinäle, das könnte ich sicher sehr gut, genauso wie Fußballteamchef… Tja, dann könnte ich es dem einen Flügel der Kardinäle so richtig zeigen. Da muss man einfach auf den Tisch hauen, die wissen ja gar nicht mehr, worum es eigentlich geht. (11) Die sollen mir dann zuerst in Ruhe zuhören, weil die reden eh immer so einen Unsinn, diese Kardinäle und Kurienmitarbeiter – ich wüsste schon, wie man das richtig anpackt, die müssten da nur mitmachen, so wie ich es will. (12) Und dann sollen die mir nicht mit Gott und Beten kommen, da müssen wir zuerst einmal anpacken und die Sachen selbst in die Hand nehmen. (13) So anzuschaffen im Vatikan, das wäre es – dort alles nach meinem Willen immer mehr zu kontrollieren! (14)
Wenn ich mir das alles so überlege, dann kann ich nur sagen: Was täte die Kirche nur ohne mich! (15)

Untertitel des Textes: Wie die, die jetzt auf die Kurie einschlagen, vielleicht selbst tiefer in diesen fünfzehn von Papst Franziskus diagnostizierten Krankheiten drinnen stecken, als ihnen bewusst ist. Wer kann in dem Text die fünfzehn Krankheiten der Kirche richtig zuordnen? (Bonusaufgabe: Überschrift zuordnen!)

Hier meine Auflösung:

1) Leitungspersonen vergöttlichen
2) Prahlerei
3) Terrorismus des Geschwätzes
4) Gleichgültigkeit anderen gegenüber
5) Schizophrenie des Doppellebens6) Überhöhter Arbeitseifer
7) Exzessive Zeitplanung, exzessives Funktionieren
8) Geschlossene Kreise
9) Trauergesicht
10) Mentale und spirituelle Erstarrung
11) Rivalität, Eitelkeit
12) Schlechte Koordination
13) Spirituelles Alzheimer
14) Gier
15) Sich unsterblich, unangreifbar und unentbehrlich fühlen
Überschrift 3) Terrorismus des Geschwätzes

Wie schon einige Blogger geschrieben haben, der Text richtet sich nicht nur an die Kurie, sondern an jeden in der Kirche. Möge Christus durch uns besser durchscheinen!

Verfasst von: zeitfragen | 24. Dezember 2014

Wenn der Weihnachtsmann sein Knie beugt

Die geniale Truppe „Catholics come home“ hat in einem sehenswerten Kurzclip den wahren Sinn von Weihnachten zurecht gerückt – die wahren Prioritäten des Weihnachtsmanns. Aber sehen Sie selbst!

Verfasst von: zeitfragen | 23. Dezember 2014

Ein Brief ans Christkind – und an die Eltern

Es ist immer wieder überraschend, dass Firmen eher in der Lage sind, wirklich wichtige Themen anzuschneiden. So zum Beispiel IKEA mit der Frage, was sich Kinder vom Christkind bzw. von den Eltern wünschen:

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